Eine eigene Nachrichtensendung nur für Comics – das hatte in Deutschlands Podcastszene bislang gefehlt. Neuerdings kann man sich mit Comicnachrichten.de in zehn Minuten über die wichtigsten Neuigkeiten informieren lassen. „In den meisten Comic-Podcasts geht’s ja vor allem um Rezensionen und Diskussionen – wir dagegen wollen einfach interessante Neuigkeiten verteilen“, erklärt Nachrichtensprecher Tobias Plonka den Ansatz. Er verspricht sich davon einen inspirierenden Brückenschlag von Manga zu Marvel, von der Micky Maus zum Wissenschaftscomic und zurück.

 

Der monatliche Podcast wird produziert wie eine ganz herkömmliche Nachrichtensendung – und dauert jeweils rund zehn Minuten. „Wir wollen möglichst viele Leute erreichen – auch diejenigen, die sich nicht stundenlang Zeit nehmen wollen“, erklärt Redakteur Stefan Brunn, der die Themen recherchiert und in eine allgemeinverständliche sprachliche Form bringt.

 

Zu den Themen der monatlich erscheinenden Comic-News gehören zum Beispiel Trends, die für alle Zielgruppen Bedeutung haben könnten. In der ersten Ausgabe geht es zum Beispiel um Krypto-Comics, bei denen der Superhelden-Verlag Marvel gerade vorweggeht. Andere Themen sind besondere Bestseller oder in den Medien breit diskutierte Werke. Auch größere Ausstellungen oder filmische Dokumentationen zu Comic-Künstlern werden thematisiert. „Und wir stellen auch immer mal wieder Comics vor, die es im Netz gerade kostenlos zu lesen gibt“, verspricht Tobias Plonka.

 

Alle Folgen werden künftig auf Comicnachrichten.de archiviert. Man kann sie dort mit dem Browser anhören, sie lassen sich aber auch mit allen einschlägigen Podcast-Apps wie Spotify, Deezer, Podigee oder Google Podcast abonnieren. Jeweils am ersten Tag eines Monats erscheint eine Folge der Nachrichten.

 

Brunn und Plonka wollen die Comicnachrichten mindestens ein Jahr lang betreiben und hoffen auf entsprechenden Zuspruch. Neben den Nachrichten selbst kündigen sie auf Instagram auch herausragende Neuerscheinungen aus allen Comic-Bereichen an. Tobias Plonka: „Natürlich hoffen wir darauf, dass es anderen auch so geht wie uns: Wenn man über den Tellerrand guckt, findet man auch in den anderen Sparten immer wieder inspirierende Comics. Mangas und Graphic Novels zum Beispiel bedienen sehr verschiedene Zielgruppen – trotzdem sind einige Mangas nichts anderes als Graphic Novels und damit auch für ganz andere Leute interessant.“

 

Die beiden Macher selbst stammen als Vettern zwar aus einer Familie, sie sind aber mit ganz unterschiedlichen Comics aufgewachsen. Ihr Spektrum ist dadurch zusammen recht breit. Es reicht von der klassisch-frankobelgischen Schule über Mangas, Superhelden und amerikanische Independent-Comics bis zu Strips und Sachcomics. In den Comicnachrichten.de wollen Brunn und Plonka ihre eigenen Vorlieben jedoch weitgehend zurückstellen.